Dublin Contemporary

Dublin Contemporary – Irlands erste internationale Großausstellung zeitgenössischer Kunst

Dublin Contemporary 2011
6. September – 31. Oktober 2011

Dublin Contemporary ist eine der bislang ehrgeizigsten Kunstausstellungen in Irland. Bei dem an mehreren Orten in der historischen Hauptstadt stattfindenden Ereignis werden Werke von über 90 internationalen und heimischen Künstlern präsentiert.

Unter dem Motto „Terrible Beauty – Art, Crisis, Change & The Office of Non-Compliance“ zu Deutsch so viel wie: Schreckliche Schönheit – Kunst, Krise, Wandel & Behörde für Nichtkonformität, soll die sorgfältige Auswahl an Exponaten neue Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst durchleuchten und reflektieren. Inspiriert wurden die Ausstellungsstücke lokaler, nationaler und internationaler Größen wie Willie Doherty, Dexter Dalwood, Jim Lambie und Teresa Margolles durch politische und gesellschaftliche Motive.
Zu den Exponaten gehören u. a. die titanenhafte Skulptur The Green Coffin aus den Händen des Schweizer Schaffensgeistes Thomas Hirschhorn, eine gigantische Tintenfisch-Keramik des Berliner Künstlers David Zink Yi, ein taufrisches Objekt des renommierten deutschen Meisters Hans-Peter Feldmann sowie ein neues Video der deutschen Künstlerin Carola Mücke. Ebenfalls vorgestellt wird ein neuer Film des in Israel und Berlin beheimateten Videokünstlers Omer Fast.
Geleitet wird die Ausstellung gemeinsam von dem in New York ansässigen Kurator und Schriftsteller Christian Viveros‐Fauné und dem französisch-peruanischen Künstler und Kurator Jota Castro. Ihr Name, den die Ausstellung dem berühmten Gedicht von William Butler Yeats – Easter, 1916 – verdankt, spiegelt das Potenzial der Kunst wider, aktuelle Ereignisse im irischen Leben zu kommentieren.
Bestaunt werden dürfen die erschaffenen Objekte und Projekte in den berühmtesten Wahrzeichen der Metropole: dem Irish National Museum of Art, Iveagh Gardens, Dublin City Gallery und Royal Hibernian Academy. Die Hauptausstellung läuft in dem weitläufigen, aus dem 18. Jahrhundert stammenden und im viktorianischen Stil erbauten Earlsfort Terrace, der einst als Universitätsstandort diente.

Jimmy Deenihan T.D., Minister für Kunst, Kulturerbe und der Gaeltacht, erklärte anlässlich der Bekanntgabe des Programms: „Dublin Contemporary 2011 wird das Renommee Irlands als wichtige Kulturdestination enorm steigern und ein breites Publikum aus dem In- und Ausland anlocken. In Irland muss die Kunst den Weg für innovatives Denken ebnen, und Dublin Contemporary 2011 steht in dieser Hinsicht an vorderster Front.“Weitere Einzelheiten erhalten Sie von Damian Chandler oder Amy de Leusse unter

Dublin Contemporary 2011 läuft vom 6. September bis 31. Oktober an mehreren Orten und öffentlichen
Earlsfort Terrace, ehemaliges Domizil der Universität Dublin, dient als Drehscheibe der Show und bietet ungewöhnliche Räume für kleine Einzelausstellungen – von großformatigen Installationen bis hin zur methodischen Anordnung kleinerer Sammlungen. Die Ausstellung repräsentiert ein breites Spektrum an künstlerischen Verfahrensweisen und Prozessen. Neben bereits existierenden bahnbrechenden Werken aus jüngeren Jahren, erwarten Besucher auch zahlreiche neue Auftragsarbeiten.
Nachwuchskünstler gesellen sich Seite an Seite zu etablierten Schöpfern – so wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart der zeitgenössischen Kunst ein Dialog geschaffen, der sich im architektonischen Umgang mit den Ausstellungsräumen fortsetzt. Ursprünglicher Charakter der Räumlichkeiten und Spuren ihrer Geschichte bleiben größtenteils unverändert, somit verschmelzen einstiger Verwendungszweck und augenblickliche Nutzung. Dabei entsteht eine Plattform, auf der Künstler und Publikum an dieser anspruchsvollen Ausstellung teilhaben können.
Zu den vielen Highlights in Earlsfort Terrace gehören eine riesige Plastik des Schweizer SchaffersThomas Hirschhorn, eine Installation des eminenten griechischen Meisters Jannis Kounellis, eine Serie ausdrucksvoller Fotografien der US-Amerikanerin Nina Berman, die unter dem Titel ‚Marine Wedding‘ verwundete Veteranen des Irak-Kriegs porträtieren, neue Projekte des israelischen Videokünstlers Omer Fast und seinen irischen Kollegen Niamh O’Malley sowie eine aus mehreren Medien gearbeitete große interaktive Skulptur des chinesischen Bildhauers Wang Du.
Der italienische Maler Alberto Di Fabio, bekannt für die Verflechtung biologischer und kosmologischer Bilder, sowie die irischen Malerinnen Mairead O’hEocha und Brian Maguire werden mehrere neue Stücke zur Schau stellen. Freuen dürfen sich Besucher auch auf ein aufsehenerregendes Werk des Bulgaren Nedko Solakov.
Neben Auftragsarbeiten von Koryphäen wie Mounir Fatmi (Marokko), Jorge Tacla (Chile) und Corban Walker (Irland) geben auch Nachwuchskünstler Ella Burke (Irland), Ludovica Carbotta (Italien), James Deutsher (Australien) und Miks Mitrevics (Lettland) ihr Können zum Besten. Selbst Künstlergemeinschaften aus Irland und Übersee geben sich ein Stelldichein auf der bedeutenden Schau, darunter die Künstlerkollektive The Bruce High Quality Foundation (USA), Claire Fontaine
(Frankreich), goldiechiari (Italien), Christine Molloy & Joe Lawlor (Irland) sowie Superflex (Dänemark).Unter den Performance-Projekten warten neue Auftragsarbeiten von Amanda Coogan (Irland) und Teresa Margolles (Mexiko) auf ihre Entdeckung.
Das Office of Non-Compliance richtet sich im Earlsfort Terrace ein und fungiert als Ideenförderer für nonkonformistische Entwürfe aller Art. Nähren werden sich seine Aktivitäten aus der Feststellung, dass in den letzten Jahrzehnten nicht nur unsere Welt einem Wandel unterworfen war, sondern sich auch das Konzept des Wandels an sich gänzlich verändert hat. Mit diesem Element will man weniger konventionelle, größtenteils von Künstlern angeführte Modelle zu Diskurs, Produktion und Präsentation der Kunst beleuchten. Das Office of Non-Compliance bietet Zugang zu Ad-hoc-Strukturen für die Kunstdebatte und ihren Platz in der Gesellschaft, wie z. B. eine Problembank, eine Chancenbank, eine 1-Problem-pro-Woche-Bank sowie ein kuratiertes Forum, das jede Woche über ein aktuelles Thema diskutiert.

Zwei weitere anregende Bereiche im Earlsfort Terrace verdienen besondere Erwähnung: die geruhsamen Iveagh Gardens und der lichtdurchflutete Annex, beide findet man gleich neben der Hauptausstellung. Dublin Contemporary 2011 erstreckt sich über die gesamte Hauptstadt der „grünen Insel“ und profitiert von Partnerschaften mit vier wichtigen Galerien der Hauptstadt: der Douglas Hyde Gallery, der Dublin City Gallery The Hugh Lane, der National Gallery of Ireland und der Royal Hibernian Academy.
Die Dublin City Gallery The Hugh Lane wird eine Retrospektive des renommierten irischen Künstlers Willie Doherty beherbergen. Doherty hat Nordirland auf der Biennale 2007 in Venedig vertreten, und seine Werke waren bereits in führenden Galerien zu sehen, z. B im Centre Pompidou in Paris, im Stockholmer Moderna Museet und im Museo Nacional Centro De Arte Reina Sofia in Madrid.

Die auffälligen, tief unter die Haut gehenden Porträts der amerikanischen Malerin Alice Neel erwarten Besucher in der Douglas Hyde Gallery. Gefestigt wurde die symbolträchtige Stellung, die Neel in der Geschichte der figurativen Malerei des 20. Jahrhunderts genießt, vor kurzem mit einer größeren Ausstellung im Museum of Fine Arts in Houston, die später in der Londoner Whitechapel Gallery und im Moderna Museet in Malmö gastierte.

Die National Gallery of Ireland zeigt Werke mehrerer Künstler von internationalem Rang sowie neue Auftragsarbeiten des distinguierten irischen Künstlers Brian O’Doherty. O’Doherty ist berühmt für seine Konzeptarbeiten und Installationen sowie für seine höchst einflussreichen Abhandlungen zur Kunst und seine begleitenden Ideologien. Eine wichtige Retrospektive illustrierte den Schaffensgeist O’Dohertys im Jahr 2006 in der Dublin City Gallery The Hugh Lane.

Die Royal Hibernian Academy präsentiert Werke amerikanischer Maler wie Lisa Yuskavage sowie eine neue Auftragsarbeit des Iren James Coleman. Yuskavage genießt hohes Ansehen für ihren bitteren Witz und ihre innovative, nahezu schon beunruhigende Behandlung der weiblichen Form. Größere Einzelausstellungen der Künstlerin waren der Öffentlichkeit bisher im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt und im Genfer Centre d’Art Contemporain zugänglich. Die gefeierten Installationen und Videoprojekte von James Coleman sind bekannt für ihre feinnervige Analyse sozialer Kontakte. Zu seinen Einzelausstellungen gehören eine vor kurzem zu Ende gegangene Dreierreihe im Irish Museum of Modern Art, im Project Arts Centre und in der Royal Hibernian Academy sowie eine Darbietung im Fundació Antoni Tàpies in Barcelona und Dia Art Foundation in New York.

Das achtwöchige Mega-Event wird Besucher und Einwohner Dublins gleichermaßen an einem attraktiven Programm von Exponaten in der öffentlichen Domäne beteiligen. Unter den ausstellenden Künstlern rangieren so bedeutende Namen wie Alexandre Arrechea (Kuba), Tania Bruguera (Kuba) und Graham Dolphin (Großbritannien). Mit den Arbeiten von Mark Jenkins (USA) zelebriert Dublin Contemporary auch Innovationen in der zeitgenössischen visuellen Straßenkunst.

Eintrittskarten

Eintrittskarten für Dublin Contemporary sind unter www.dublincontemporary.com erhältlich.

Preise beginnen bei € 6,00 für Kinder (Eintritt frei für Kinder unter fünf Jahren), eine Tageskarte für
Erwachsene kostet € 15,00.
Für Gruppen gibt es Ermäßigungen – Einzelheiten erfahren Sie unter der Rufnummer +353 (0) 16 789 116.
Weitere Preisnachlässe sind erhältlich.

Anreise

Die Hauptausstellung profitiert von einer ausgezeichneten Anbindung an alle wichtigen
Verkehrsverbindungen in der Stadt inklusive Luas, Bus & DART.
Einzelheiten erfahren Besucher aus dem In- und Ausland unter www.dublincontemporary.com.
Informationen zu Spartarifen der Beförderungsunternehmen, mit denen anlässlich der Ausstellung Partnerschaften geschlossen wurden, sowie zu Sonderaktionen werden regelmäßig aktualisiert. Im Stadtzentrum gibt es gute Parkmöglichkeiten. Für Busse mit Reisegruppen bestehen nach vorheriger Absprache mit der Kasse Parkmöglichkeiten auf dem Ausstellungsgelände.

Annehmlichkeiten

Auf der Dublin Contemporary gibt es einen Familienbereich, ein Café, ein Geschäft und Gemeinschaftszonen für Öffentlichkeit und Presse. Diese Bereiche sind dem Publikum während der gesamten Ausstellung zugänglich.

Behindertengerechter Zugang

Dublin Contemporary ist eine behindertengerechte Ausstellung. Wenn Sie besondere Bedürfnisse haben, wenden Sie sich bitte vor Ihrem Besuch an die Kasse und teilen Sie uns mit, wie wir Ihnen behilflich sein können.

Kurzporträt Dublin Contemporary

Dublin Contemporary erhält Fördermittel vom irischen Ministerium für Kunst, Kulturerbe und das Gaeltacht und möchte Dublin als internationales Zentrum in der visuellen Kunst etablieren. Als Plattform für Gemeinschaftsprojekte mit der globalen Schaffensgemeinde bietet sie bildenden Künstlern und dem Kunstgewerbe in Irland nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch eine einmalige Chance zur stärkeren Einbindung der Öffentlichkeit in die Künste. Damit wird sie die in anderen Bereichen der Kunst- und Kulturszene erzielten Errungenschaften ergänzen und gemeinsam mit diesen Erfolgen das internationale Image Dublins festigen – als pulsierende Metropole, in der man gut leben, schön wohnen und viel erleben kann.

Dublin Contemporary dankt den folgenden Organisationen für die erhaltenen kulturellen Fördermittel:
British Council, Danish Arts Council Committee for International Visual Arts, Französische Botschaft,
Institut français, Goethe-Institut, Ireland Japan Association und Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Dublin.

 

dept
arts

Site by Red&Grey Design